Ausgabeaufschlag

Der Ausgabeaufschlag bezeichnet eine Gebühr, die beim Kauf von Fondsanteilen von Investmentfonds erhoben und von der Kapitalanlagengesellschaft festgesetzt wird. Die Höhe des Aufschlags wird aufgrund der laufenden Schwankungen des Ausgabe- und Rücknahmepreises als Prozentwert angegeben. Je nach Fonds liegt er zwischen 0 und 7 Prozent, ist den meisten Fällen bei 5 Prozent.

Die meisten Fondsanbieter berechnen den Ausgabeaufschlag anhand des Rücknahmepreises eines Fondsanteils (Nettomethode), in manchen Fällen wird jedoch der Ausgabepreis zur Berechnung herangezogen (Bruttomethode). Welche Berechnungsmethode angewandt wird, kann dem Fondsprospekt entnommen werden.

Der Ausgabeaufschlag muss nicht immer in voller Höhe bezahlt werden. Der Verzicht auf persönliche Beratung kann den Betrag mindern, da viele Anbieter in diesen Fällen Rabatte anbieten.
Ebenso wird von manchen Fondsanbietern völlig auf den Aufschlag verzichtet und stattdessen eine Verwaltungsgebühr erhoben. Bei diesen No-Load-Fonds ist es für den Anleger wichtig, eine individuelle Kosten-Nutzen-Rechnung aufzustellen: Die Verwaltungsgebühr wird in der Regel jährlich wiederkehrend von der Rendite abgezogen, während der Ausgabeaufschlag nur einmalig fällig wird.

Der Ausgabeaufschlag wird auch als Agio bezeichnet, wobei sich der Agio auf den Aufschlag bei Wertpapieren generell bezieht und der Ausgabeaufschlag speziell auf jenen bei Fondsanteilen von offene Fonds.