Blindpool-Risiko

Fonds, die ihre Investitionsobjekte nicht präzise benennen, werden als Blindpool-Fonds beziehungsweise Blindpools bezeichnet. Zum Zeitpunkt der Fondsauflage müssen die konkreten Investitionsprojekte nicht feststehen und nicht im Verkaufsprospekt der Kapitalanlage aufgeführt sein. Sofern bereits ein Teil der Investitionen feststeht, spricht man von Semi-Blindpools. Hier ist das Manko an Sicherheit weniger stark ausgeprägt.

Vorteil des Blindpool-Emittenten ist, dass er nicht verpflichtet ist, sich im Vorfeld auf präzise bestimmte Investitionsvorhaben festzulegen. Er schränkt sich nicht ein und ihm verbleibt mehr Flexibilität. Für den quasi blind investierenden Anleger resultiert aus dieser zusätzlichen Ungewissheit ein höheres Anlagerisiko und weniger Sicherheit als bei anderen Formen der Geldanlage: Er kann Ertragschancen und Risiken der einzelnen Investments selbst nicht abschätzen. Ihm fehlen wesentliche Informationen zu maßgeblichen Erfolgsfaktoren, beispielsweise zum Standort.

Erforderlich für eine Kapitalanlage als Beteiligung an einem Blindpool ist ein enormes Maß an Vertrauen in die Kompetenz des Fondsmanagements. Investoren, die ein hohes Niveau an Sicherheit präferieren, empfehlen sich andere Produkte zur Geldanlage.