Direktversicherung

Der gängigste Durchführungsweg in der betrieblichen Altersvorsorge ist die Direktversicherung. Sie kann zur Ergänzung der Altersvorsorge als klassische oder fondsgebundene Variante abgeschlossen werden. Mehr Sicherheit bietet die klassische Direktversicherung, während die fondsgebundene im Vergleich die Chance auf höhere Renditen bei der Kapitalanlage hat. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und schließt für seinen Arbeitnehmer einen Vertrag mit Alters-, Invaliditäts- und / oder Hinterbliebenenrente ab.

 

 

Lohnt sich in vielen Fällen: die Direktversicherung

Lohnt sich in vielen Fällen: die Direktversicherung

 

 

Die Beiträge werden entweder alleine vom Arbeitgeber finanziert oder der Arbeitnehmer wandelt einen Teil seines Gehalts um. Dann wird der Beitrag direkt vom Bruttolohn abgezogen. Als dritte Möglichkeit ist eine Mischform möglich.

 

Bis zu vier Prozent der Bei­trags­be­mes­sungs­gren­zen der Gesetzlichen Rentenversicherung (West) können steuerfrei und sozialversicherungsfrei in eine Direktversicherung zur Geldanlage im Jahr eingezahlt werden. Für das Kalenderjahr 2016 wären das maximal 248 Euro pro Monat.

 

Wer keinen Altervertrag (pau­schal ver­steu­er­ter Ver­trag (§ 40b EStG), abge­schlos­sen vor 2005) hat, kann darüber hinaus noch bis zu 1.800 Euro im Jahr steuerfrei einzahlen.

 

Die Prämien kann das Unternehmen als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Zudem ist eine Direktversicherung bilanzneutral, es müssen keine Rückstellungen gebildet werden.

 

Die Leistungen bei Ablauf des Vertrages werden als monatliche Rente oder Kapitalabfindung gezahlt. Bei einem Wechsel des Arbeitgebers kann der Vertrag mitgenommen oder übertragen werden, was jedoch vom Arbeitgeber abhängt. Nicht jeder Arbeitgeber akzeptiert jeden Vertrag.

 

Wichtig: jeder Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge. Allerdings darf der Arbeitgeber festlegen, welche Form er anbietet oder akzeptiert.