EBIT

Die Kennzahl EBIT (englisch: earnings before interest and taxes, Gewinn vor Zinsen und Steuern) bestimmt das operative Betriebsergebnis einer Periode. Finanzierungsaufwand, Ergebnisse von Kapitalanlagen und Steuerzahlungen beeinflussen das EBIT nicht.

Ursprung ist die Rechnungslegung gemäß US-GAPP (United States Generally Accepted Accounting Principles). Das EBIT dient der Ergebnisrechnung nach IFRS (International Financial Reporting Standards). Im Unterschied zur Rechnungslegung gemäß deutschem HGB werden Aufwände und Erträge ignoriert, die nicht aus der eigentlichen, betrieblichen Tätigkeit resultieren. Aufwendungen für Kredite und die Erträge aus Geldanlagen sind hierbei außen vor. Daher muss der Jahresüberschuss um Steuer- und sonstigen Finanzaufwand erhöht und um Steuer- und sonstigen Finanzertrag gemindert werden.

Nützlich ist diese Bereinigung für den Profitabilitätsvergleich verschiedener Zeiträume, da Faktoren wie veränderliche Zins- und Steuersätze unberücksichtigt bleiben. Die Kennzahl wird durch länderspezifische Besteuerung und andersartige Finanzierungsoptionen nicht verzerrt. Daher wird das EBIT auch zum internationalen Vergleich von Unternehmen herangezogen. Anleger verwenden sie zum Vergleich von Aktien als alternative Möglichkeiten der Kapitalanlage.

Bei der verwandten Kennzahl EBITDA (earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) sind zusätzlich Abschreibungen außen vor. Das gilt sowohl für Abschreibungen auf Sachanalgen als auch für Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände. Auch die Aktivierung von Eigenleistungen ist möglich. Aufgrund des größeren Spielraums ist die Aussagekraft eines positiven EBITDA mit Sicherheit beschränkt.