Fondsgeschäftsjahr

Das Geschäftsjahr eines Fonds bezieht sich auf diesen Fonds. Es muss nicht mit dem Kalenderjahr übereinstimmen und es kann vom Geschäftsjahr der ausgebenden Investmentgesellschaft abweichen. Mit Abschluss des Fondsgeschäftsjahres werden die Erträge von ausschüttenden Fonds an die Anteilseigner als Miteigentümer am Fondsvermögen ausgezahlt. Diese Erträge der Kapitalanlage sind ein Teil des Gewinns, resultierend aus Verkaufserlösen, Dividenden und Zinsen. Anders als bei festverzinslichen Anlagealternativen lässt sich die Höhe dieser Ertragskomponente nicht mit Sicherheit prognostizieren. Gemindert wird der Gewinn um Kosten und Gebühren, die von Fonds zu Fonds unterschiedlich ausfallen. Dieser Faktor sollte bei der Bewertung von Optionen der Geldanlage berücksichtigt werden.

Spätestens drei Monate nach Ende des Fondsgeschäftsjahres ist der Rechenschaftsbericht als Information für Anleger zu veröffentlichen. Dieser Jahresbericht enthält neben Angaben zur Geschäfts- und Fondsentwicklung unter anderem die Aufwands- und Ertragsrechnung und Vermögensaufstellung. Auch die Höhe der Ausschüttung ist anzuführen. Diese Berichtspflicht des Investmentgesetzes (InvG) dient dem Anlegerschutz: Investoren haben so die Möglichkeit, sich über Aktivität und Ergebnisse eines Fonds zu informieren. Ebenso wie der Verkaufsprospekt sind die turnusmäßigen Berichte wichtige Informationsquellen für potentielle Anleger.