Frühzeichnerbonus

Der Frühzeichnerbonus ist ein Begriff aus der Welt der Direktbeteiligungen (auch: AIF, geschlossener Fonds, unternehmerische Beteiligung), bei denen sich der Anleger zusammen mit üblicherweise 500 bis 1000 anderen Anlegern zusammenschließt, um gemeinsam ein Projekt durchzuführen.

 

Ein solches Projekt kann zum Beispiel der Aufbau und der Betrieb eines neuen Windparks sein.

 

Die Phase, in der das Kapital für das Projekt eingeworben wird, streckt sich meist über mehrere Monate (Zeichnungsphase).

 

Theoretisch sind Anleger, die bereits sehr früh beitreten, gegenüber später beitretenden Anleger benachteiligt - ihr Geld ist ja bereits früher gebunden. In Null-Zinszeiten ist dieser Nachteil zwar kleiner, er bleibt aber trotzdem bestehen.

 

Um nun diesen Nachteil auszugleichen, bieten manche Projekte einen Frühzeichnerbonus an. Es handelt sich um einen Ausgleich dafür, dass das Geld früher eingezahlt wurde.

 

Die Ausgestaltung und die Höhe des Frühzeichnerbonus ist unterschiedlich. Häufig wird ein Frühzeichnerbonus für die Zeit ab dem 1. des Folgemonats der Geldeingangs gezahlt. Ende des Berechnungszeitraums kann dann das Ende der Zeichnungsphase sein, oder auch das Ende eines festgelegten Kalenderjahres.

 

Ausgezahlt wird der Frühzeichnerbonus ebenfalls individuell nach den Gegebenheiten des Projektes. Häufig erfolgt die Auszahlung zusammen mit der ersten regulären Ausschüttung im Projekt, zum Beispiel nach dem ersten Betriebsjahr eine im Projekt betriebenen Solaranlage.