Handelsbilanz

Der Begriff Handelsbilanz wird in der Volkswirtschaftslehre verwendet. Die Handelsbilanz ist eine von vier Teilbilanzen der Leistungsbilanz. Diese wiederum bildet mit der Kapitalbilanz die Zahlungsbilanz eines Staates. Die Handelsbilanz spiegelt den Außenhandel wider, sie stellt Exporte und Importe gegenüber. Von einer negativen Handelsbilanz spricht man, wenn mehr Waren importiert als exportiert wurden. Das wird als Handelsbilanzdefizit bezeichnet. Das Gegenteil, einen Handelsbilanzüberschuss, erzielt ein Land, wenn mehr Produkte ins Ausland geliefert, als über Importe bezogen wurden. In der Handelsbilanz wird nach Waren- und Ländergruppen unterschieden. Die Handelsbilanz gehört zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, mit deren Hilfe die Investitions- und Finanzkraft eines Landes eingeschätzt wird.

Im betriebswirtschaftlichen Sinne versteht man unter einer Handelsbilanz die Bilanzierung eines Kaufmanns oder einer Personen- bzw. Kapitalgesellschaft innerhalb eines Geschäftsjahres. Zu Beginn der Geschäftstätigkeit und zum Ende eines jeden Wirtschaftsjahres müssen eine Eröffnungs- sowie jeweils eine Schlussbilanz der Vermögenswerte und deren Finanzierungsquellen erstellt werden. Dafür ist das Handelsrecht laut HGB anzuwenden.