Laufzeit

Die Laufzeit ist eine Komponente bei der Geldanlage. Bei Finanzanlagen gibt es oftmals feste Laufzeiten. Diese bezieht sich auf den Zeitraum vom Beginn einer Investition bis zur Auszahlung bei Endfälligkeit. Dabei kann es zwischenzeitlich zu Auszahlungen von Gewinnen oder Ausschüttungen kommen. Die Gewinne können aber auch bis zum Ende der Laufzeit angesammelt werden, dann spricht man von Thesaurierung.

Die Laufzeit hat meist Auswirkungen auf die Verzinsung oder Rendite einer Geldanlage. Bei festverzinslichen Anlagen ist es in der Regel so, dass je länger die Laufzeit ist, desto höher liegt die Rendite. In Ausnahmefälle je nach Zinsumfeld muss dies aber nicht sein, man spricht dann von einer inverser Zinskurve.

Wenn man sich für ein Anlageprodukt mit fester Laufzeit entscheidet, ist die Verfügung des Geldes während der Laufzeit nicht oder nur stark eingeschränkt, d.h. oftmals mit Verlusten verbunden möglich.

Man unterscheidet wie folgt:

  • - kurzfristige Laufzeit ( bis 3 Jahre)
  • - mittelfristige Laufzeit (3-8 Jahre)
  • - langfristige Laufzeit (über 8 Jahre)

Wenn Geld nur für einen kurzen Zeitraum veranlagt wird, können bestimmte Risiken aufgrund der fehlenden Zeit nicht auftreten. So kann der Geschäftsverlauf eines Unternehmens für eine Zeit von einem Jahr leichter vorhergesagt werden als für 10 Jahre. Kurzfristige festverzinliche Anlagen sind darüber hinaus weniger stark von Zinsänderungen betroffen als langlaufende festverzinsliche Wertpapiere. Die kurze Laufzeiten bergen jedoch auch das Risiko, dass evtl. auftretende kurzfristige Schwankungen nicht ausgeglichen werden können.

Insbesondere offene Investmentfonds haben keine feste Laufzeit. Sie sind börsentäglich zu verkaufen und somit kann kurzfristig über das veranlagte Geld verfügt werden. Es empfiehlt sich bei diesen Anlagen jedoch eine gewisse Haltedauer um Marktschwankungen ausgleichen zu können. So folgt nach jedem Börsencrash auch wieder eine Phase der steigenden Kurse, die Verluste deutlich wettmacht. Wenn die angedachte Haltedauer jedoch zu kurz ist, könnte dieser Zyklus nicht vollumfänglich genutzt werden und es müssten die Fondsanteile eventuell mit Kursverlusten verkauft werden. Die fehlende feste Laufzeit, gibt jedoch auch die Sicherheit, jederzeit liquide zu sein, falls ein Notfall ansteht.