Lebensversicherung/Rentenversicherung

Von Lebensversicherungen existieren im Wesentlichen zwei unterschiedliche Arten. Risiko-Lebensversicherungen zahlen nach dem Tod des Versicherten eine vereinbarte Versicherungssumme (Todesfall-Summe).

 

Davon zu unterscheiden sind Lebensversicherungen als Kapitalanlagen. Diese Art der Lebensversicherung kann mit der Risiko-Lebensversicherung kombiniert werden, aber auch alleine abgeschlossen werden. Der eingezahlte Beitrag minus der Risikoabsicherungsanteile und Kosten ist der Sparanteil.

 

Dieser Sparanteil wird bei der Lebensversicherung als Kapitalanlage im einem Deckungsstock angelegt. Dazu stehen unterschiedliche Modelle zur Verfügung. Handelt es sich bei dem gewählten Modell um eine Kapitallebensversicherung, so wird dem Versicherten vom Versicherer ein bestimmter Jahreszinssatz für die Anlage garantiert, wobei bei der Auszahlung auch erwirtschaftete Überschüsse, die über dem Garantiezinssatz liegen, ausgezahlt werden.

 

Zwei Drittel aller Lebensversicherungen in Deutschland sind in Form einer Kapitallebensversicherung angelegt. Ein weiteres Modell steht mit der fondsgebundenen Lebensversicherung zur Verfügung. Bei dieser Form entscheidet sich der Anleger für einen oder unterschiedliche Investmentfonds und bestimmt damit die Anlagestrategie selbst.

 

Üblicherweise lassen sich vor dem Hintergrund der langen Laufzeit einer Lebensversicherung mit fondsgebundenen Lebensversicherungen wesentlich höhere Renditen erzielen. Verglichen mit der Risiko-Lebensversicherung ist die Kapitalanlage meist mit höheren Kosten und geringerer Anpassungsfähigkeit verbunden.

 

Vorgezogene Kündigungen sind bei dieser Versicherungsform oft mit finanziellen Nachteilen verbunden. Andererseits belohnt der Staat den Versicherten mit einer Kapitalanlagen-Versicherungen durch hohe steuerliche Vorteile. Darüber hinaus entspricht die Lebensversicherung in Form einer Kapitalanlage einer kalkulierbaren und langfristig sicheren Geldanlage.

 

Die Auszahlung kann auf Wunsch einmalig erfolgen oder einer lebenslangen Rentenzahlung im Sinne der sogenannten Leibrente entsprechen, womit das Langlebigkeitsrisiko ausgeschlossen ist. Lebensversicherungen und Rentenversicherungen sind zwar voneinander zu unterscheiden, aber trotzdem sehen moderne Lebensversicherungen für die Auszahlung neben dem Kapitalwahlrecht - und damit der einmaligen Auszahlung von Versicherungssummen - auch die optionale Auszahlung in Form der Renten vor.

 

Bei gewählter Rentenoption wird das Kapital in der Regel monatlich ausgezahlt. In Form einer Leibrente gilt diese monatliche Rentenzahlung bis ans Lebensende. Aus der Sicht des Steuerzahlers handelt es sich bei der Teilauszahlung in Form einer monatlichen Rente um die lukrativste Option. Die Steuervorteile liegen in diesem Fall am Ertragsanteilsverfahren.