Sachwert

Grundsätzlich werden Sachwerte als gegenständliche, wertstabile Güter definiert. Eine Kapitalanlage in Sachwerten entwickelt sich relativ unabhängig von der Geldwert- oder Währungsstabilität. Die Wertentwicklung der Kapitalanlage in Sachwerten hängt in erster Linie von der Preisentwicklung an den jeweiligen Märkten, also von Angebot und Nachfrage, ab. Sachwertbesitzer sind daher besser gegen Inflation und Währungsverfall geschützt als Geldwertbesitzer. Als Sachwerte bei der Geldanlage zählen Grundstücke, Häuser, Aktien oder Rohstoffe wie Edelmetalle. Darüber hinaus rechnet man reale materielle Werte wie Kunst, Schmuck, Antiquitäten oder Uhren zu den Sachwerten. Beim Kauf dieser Kapitalanlagen sind aber unbedingt Fachkenntnisse geboten.

Im engeren Sinne wird der Sachwert zur Feststellung des Wertes von Immobilien und Unternehmen herangezogen. Der Sachwert einer Immobilie ist ihr Wiederherstellungswert, der sich aus Bodenwert, Gebäudewert und dem Wert der Außenanlagen, bereinigt um einen Abnutzungsanteil, zusammensetzt. Bei der Finanzierung von Immobilien kommt das Sachwertverfahren zur Ermittlung des Beleihungswertes der Immobilie zum Einsatz. Das gilt, sofern diese nicht als Kapitalanlage dient, zum Beispiel für Einfamilienhäuser oder Eigentumswohnungen.