Sachwertbeteiligung (KG-Beteiligung)

Die Sachwertbeteiligung ist eine häufig genutzte Form zur Realisierung konkreter Sachwert-Investitionen, die für einzelne Anleger kaum zu realisieren wären.

 

Um beispielsweise einen Windpark mit 5 neuen Windturbinen zu errichten, muss ein Eigenkapital von vielleicht 10 Millionen Euro aufgebracht werden. Für die meisten Privatanleger zu viel Geld für die Investition in eine einzelne Geldanlage.

 

Dafür könnte dann eine Sachwertbeteiligung durch ein Emissionshaus aufgelegt werden.

 

Die Gesellschaftsform dafür ist in der Regel eine KG (Kommandit-Gesellschaft). Die Geldanleger werden Kommanditisten dieser KG und erhalten entsprechend Ihrer Einlage Anteile der KG. Sie haben weitgehende Informationsrechte und können in Gesellschafterversammlungen über praktisch alle Belange der Gesellschaft abstimmen.

 

Wichtigster Punkt dabei: es ist auch der Austausch der Geschäftsführung möglich. Damit wird erreicht, dass die Geschäftsleitung die Interessen der Gesellschafter verfolgt.

 

Aktuell werden 2 Arten von Sachwertbeteiligungen unterschieden. Zum einen die strenger regulierten Alternative Investmentfonds (AIF), die jedoch relativ hohe Kosten und tendenziell niedrigere Renditen aufweisen. Zum anderen die operativ tätigen Gesellschaften, die weniger Regeln gehorchen müssen, eher niedrigere Kosten haben und entsprechend meist höhere Rendite prognostizieren.

 

Die Mindest-Beteiligungshöhe ist meist 10.000 Euro zuzüglich eines Agios von meist 5 Prozent. Die Anlagedauer fängt an bei wenigen Jahren, bis hin zu 15, 20 oder noch mehr Jahren - immer abhängig vom jeweiligen Projekt. Aufgrund der typischen Projektrisiken ist eine eher kleinere Anlagesumme und dafür eine höhere Streuung empfehlenswert. Also bei 20.000 Euro verfügbare Anlagesumme lieber 2 Projekte zu je 10.000 Euro zeichnen, als 1 Projekt zu 20.000 Euro.