Short-Position

Jede Position eines Investment-Portfolios kann im Allgemeinen als Short oder Long bezeichnet werden. Dabei ist mit Short-Position eine Verkaufsposition gemeint, bei der ein Händler auf fallende Kurse eines Finanzinstrumentes (zum Beispiel einer Aktie oder Dividende) spekuliert und dieses leer verkauft. Das bedeutet, der Händler veräußert einen Vermögenswert bevor er ihn überhaupt erwirbt. Sein Ziel: Gewinne vom zukünftigen Wertverlust zu erwirtschaften. Steigen die Kurse hingegen, verzeichnet der Trader einen Verlust.

 

Beispiel:

 

Ein Anleger rechnet mit dem zukünftigen Wertverlust einer Aktie. Aus diesem Grund verkauft er die Aktie leer, sprich er veräußert sie bevor er sie selbst besitzt, zum Kurs von zum Beispiel 100 Euro. Anschließend fällt der Aktienkurs tatsächlich und der Anleger erwirbt sie zum Wert von 90 Euro. Folglich realisiert er einen Gewinn in Höhe von 10 Euro. Wäre der Kurs allerdings auf 110 Euro gestiegen, hätte der Spekulant einen Verlust von 10 Euro hinnehmen müssen.

 

Bei Derivaten bedarf es besonderer Aufmerksamkeit bezüglich der Abgrenzung zum Basiswert. Hier muss unterschieden werden, ob sich die Bezeichnung Long oder Short auf das Derivat oder den Basiswert bezieht. Mit einem Short-Derivat können Anleger schließlich nur Gewinne erzielen, wenn sein Basiswert fällt.
Außerdem gilt: Bei Optionen und Optionsscheinen wird häufig statt Long der Begriff Call verwendet und statt Short die Bezeichnung Put.