Total-Expense-Ratio [TER]

Die Total Expense Ratio betrifft nicht eine Geldanlage selbst, sondern als Kennzahl ausschließlich die Kostenstruktur einer Kapitalanlage wie zum Beispiel die des Investmentfonds. Vergleichbar mit dem Nominal- und dem Effektivzins bei der Geldanlage beziehungsweise beim Geldleihen gibt die TER Aufschluss darüber, welche jährlichen Kosten bei der Kapitalanlage zusätzlich zu dem Ausgabeaufschlag anfallen oder im Nachhinein angefallen sind. Solche Kostenarten sind Gebühren für die Fondsgeschäftsführung, für Wirtschaftsprüfungen, für das gesamte Portfolio-Management. für das Wertpapierdepot als solches sowie sämtliche anderen Kosten auf der Seite des Kapitalanlegers. Nur mit dem TER ist eine Kostentransparenz möglich und machbar. Rechtsgrundlage dafür ist das Investmentgesetz, kurz InvG aus dem Jahre 2004. Nach § 41 InvG „muss die Kapitalanlagegesellschaft in den Vertragsbedingungen angeben, nach welcher Methode, in welcher Höhe und auf Grund welcher Berechnung die Vergütungen und Aufwendungserstattungen aus dem Sondervermögen an sie, die Depotbank und Dritte zu leisten sind.“ Maßgebend dafür sind der Verkaufsprospekt, die Vertragsbedingungen sowie der anschließende Jahresbericht. Bei den in die TER berücksichtigten Kostenarten gibt es deutliche Unterschiede von Land zu Land. Das macht einen internationalen Vergleich kaum möglich. Der BVI, Bundesverband Investment & Asset Management mit Sitz in Frankfurt am Main hat zur Total Expense Ratio Richtlinien entwickelt. Sie sind als solche nicht bindend, sondern als Kann- oder Sollbestimmung lediglich ein Anhaltspunkt.