Nachhaltige Wasseraktienfonds – erfrischende Geldanlage

Zusammenfassung: Wasser ist Leben – und eine sinnvolle Geldanlage mit guter Rendite. Drei Wasseraktienfonds stellen sich vor.

 

 

Erfrischend - aber keine nachhaltige Wasserversorgung.

Erfrischend – aber keine nachhaltige Wasserversorgung.

Sauberes und gesundes Trinkwasser – eines der wichtigsten Themen für unser Leben. Gleichzeitig graben wir uns selbst durch eine verschwenderische und verschmutzende Industrie und Landwirtschaft das Wasser ab. Um die lebenswichtige Ressource zu erhalten und zu bewahren, sind Investitionen im Bereich Wasser eine sinnvolle und nachhaltige Geldanlage.

 

Der weltweite Wasserverbrauch steigt, gleichzeitig werden die Trinkwasservorkommen knapper. Jedem Menschen den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen bleibt eine vordringliche Aufgabe. Dazu beitragen können Investitionen in die Wasserversorgungsnetze sowie in die Technologien, die Wasser erhalten und aufbereiten. Ebenso wichtig: Entwicklungen fördern die zu einem sparsamen Wasserverbrauch beitragen und die Trinkwasserqualität sicherstellen.

 

 

Nachhaltige Wasseraktienfonds – eine saubere Sache

Da nicht jeder Wasserfonds ethische und ökologische Kriterien erfüllt, lohnt sich bei der nachhaltigen Geldanlage ein zweiter Blick. Das Magazin ECOreporter stellt in seiner aktuellen Ausgabe acht Wasseraktienfonds vor und untersucht deren Stärken und Schwächen genauso, wie die möglichen Erträge und die Aspekte der Nachhaltigkeit. Die vorgestellten Fonds erreichen dabei sehr gute Ergebnisse. Eine Wertentwicklung von mehr als 70 Prozent innerhalb von fünf Jahren schafften drei Fonds. Mit sehr respektablen 50 Prozent konnten drei weitere Anbieter überzeugen. Mitverantwortlich für die guten Ergebnisse war sicher auch die positive Stimmung auf dem Aktienmarkt bis 2015. Empfehlenswert sind Wasseraktienfonds vor allem dann, wenn eine Geldanlage für wenigstens fünf Jahre gesucht wird, den so fallen Börsenschwankungen nicht negativ ins Gewicht.

 

 

Wasserfonds – Transparent bis auf den Grund

Ein Aktienfonds soll keine Wundertüte sein. Gerade bei nachhaltigen Fonds sind die Auswahlkriterien wichtig. Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen, denn die Auslegung ethischer, ökologischer und sozialer Aspekte ist bei den einzelnen Anbietern sehr unterschiedlich. Ausgeschlossen sein sollten generell Unternehmen, die den freien Zugang der lokalen Bevölkerung zu den Wasserstellen vor Ort behindern, denn obwohl Wasser ein Menschenrecht ist, sind bereits 15 Prozent aller Menschen weltweit von privaten Wasseranbietern abhängig. Genauso wenig haben Unternehmen aus der Atomwirtschaft etwas in nachhaltigen Fonds zu suchen. Verantwortungsvolle Fondsmanager wählen die entsprechenden Unternehmen sorgfältig aus und stehen mit den Verantwortlichen in Kontakt.

 

Die Palette von Unternehmen in einem nachhaltigen Wasserfonds ist sehr vielfältig. Klassische Unternehmen sind Wasserver- und entsorger, Hersteller von Wasseraufbereitungsanlagen und Rohrleitungssystemen genauso wie Unternehmen aus den Bereichen Klär- und Sanitäranlagen. Ebenso passend sind Spezialunternehmen, Meerwasserentsalzungsanlagen oder auch Bewässerungstechnologien für landwirtschaftliche Betriebe. Einige Fondsanbieter verstehen das Thema Wasser auch weitreichender und nehmen Unternehmen mit besonders sparsamem Wasserverbrauch auf. Die Anteile der Wasseraktien in den Fonds variieren.

 

 

Das perfekte Wasser-Cocktail – Swisscanto

Drei Wasseraktienfonds, die auch Klimafonds anbietet, wurden hinsichtlich ihrer Rendite, ihrer Risiken und ihrem Anspruch an Nachhaltigkeit untersucht.

 

Beste Bewertungen im Vergleich zwischen acht nachhaltigen Wasseraktienfonds erzielte der „Swisscanto Equity Fund Global Water Invest B“ der Swisscanto Asset Management AG. Der Fonds überzeugte durch eine gute Wertentwicklung und einen sehr hohen Nachhaltigkeitsanspruch. Trotz einiger Kursrückgänge, konnte Swisscanto insgesamt einen Wertzuwachs von 66 Prozent verzeichnen.

 

Als Themenfonds weist Swisscanto eine geringere Streuung auf als andere Aktienfonds. Damit sind die Risiken zwar erhöht, ein Totalverlusts ist jedcoh unwahrscheinlich. Als Anlagedauer sollten mindestens fünf Jahre veranschlagt werden. Swisscanto investiert mindestens 80 Prozent des Fondsvermögens in Unternehmen, die mehr als 25 Prozent ihrer Umsätze auf dem Wassersektor erwirtschaften. Außerdem verpflichtet Swisscanto alle Unternehmen, die Fonds enthalten sind, Wasser in ihrem Produktionsprozess sparsam und effizient zu nutzen. Ein Nachhaltigkeitsbeirat wählte die Unternehmen aus, generell ausgeschlossen sind Automobil- und Flugzeughersteller. Ebenfalls gesperrt sind Energiekonzerne aus de den Bereichen Atom und Kohle. Welche Unternehmen genau im Fonds enthalten sind, steht in den periodischen Berichten. Beispielsweise enthalten sind Unternehmen, deren Produkte zu einer Wassereinsparung beitragen, wie etwas wassersparende Sanitäranlagen. Ebenfalls vertreten ist ein Enzymhersteller. Das Enzym bewirkt einen reduzierten Wasser- und Energieverbrauch durch effizientere Waschmittel. Swisscanto übt sein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen aus und steht auch sonst im direkten Austausch mit den Gesellschaften.

 

 

Sprudelnde Erträge – KBC Eco Fund Water

Sieger in der Finanzwertung ist mit einem Wertzuwachs von mehr als 74 Prozent in fünf Jahren der geht der „KBC Eco Fund Water“ der belgischen KBC Asset Management S.A. Die Anlagedauer sollte auch bei diesem Wasseraktienfonds wenigstens fünf Jahre betragen. Wie Swisscanto, hat auch KBC Verluste eingefahren, dennoch ist auch hier das Risiko eines Totalverlusts unwahrscheinlich.

 

Bei KBC prüft ein unabhängiger Beirat die im Fonds enthaltenen Aktiengesellschaften und kann der Auswahl widersprechen. Der KBC-Fonds enthält mindestens drei Viertel Wasseraktien. Die enthaltenen Unternehmen sind dabei entweder Branchenführer oder erwirtschaften etwa die Hälfte ihrer Umsätze im Wasserbereich. Zu den im Fonds enthaltenen Unternehmen zählen beispielsweise der britische Wasserversorger United Utilities Waters und das US-Unternehmen TetraTech. Die vollständige Liste der im Fonds vertretenen Aktiengesellschaften veröffentlicht KBC in seinen periodischen Berichten. KBC nimmt sein Stimmrecht auf den Hauptversammlungen der Unternehmen nicht war und steht auch in keinem direkten Kontakt mit den Gesellschaften.

 

 

Heilwasser: Ökoworld Water for Life C

Die schwächste Wertentwicklung im Vergleich legt „Ökoworld Water for Life C“ der Luxemburger Fondsgesellschaft Ökoworld Lux S.A. hin. Mit durchaus noch akzeptablen 40 Prozent Wertentwicklung über fünf Jahre ist auch hier das Risiko eines Totalverlusts unwahrscheinlich.

 

Das Besondere an Ökoworld ist der außerordentlich hohe Anspruch an die Nachhaltigkeit der im Fonds enthaltenen Unternehmen. Entsprechend lang ist auch die Liste der Ausschlusskriterien. Diese umfasst Unternehmen, Zulieferer und Finanzgeber die im Zusammenhang mit Militär, Kinderarbeit, atomarer Energie, Gentechnologie und Tierversuchen stehen. Dabei verlässt sich Ökoworld nicht auf Berichte und Angaben der Unternehmen sondern stellt eigene Recherchen an.

 

Im Gegensatz zu andern nachhaltigen Wasseraktienfonds hat Ökoworld keinen Mindestanteil an Wasserumsätzen als Auswahlkriterium. Vielmehr achten die Fondsmanager auf einen bewussten und schonenden Umgang mit Wasser und wählen, unterstützt von einem wissenschaftlichen Beirat, entsprechende Unternehmen aus. So ist etwa das chinesische Unternehmen CT Environmental im Fonds enthalten, das Abwasser aus der Textilindustrie aufbereitet. Ebenso mit von der Partie sind Aktiengesellschaften, die sich Bereich der erneuerbaren Energien engagieren, denn hier wird bedeutend weniger Wasser verbraucht als in Kohle- oder Atomkraftwerken. Sämtliche unternehmen werden periodisch mit ausführlichen Informationen veröffentlicht, Ökoworld steht bedarfsweise mit den Unternehmen in Kontakt, übet jedoch keine Stimmrechte aus.

 

 

Warmer Regen statt Sprung ins kalte Wasser

Generell verzeichnen die vorgestellten Wasseraktienfonds eine sehr gute Wertentwicklung und sind damit für viele Anleger eine interessante Investition, die aufgrund der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren sicher kein Sprung ins kalte Wasser darstellt. Vielmehr verspricht die Rendite einen warmen Regen für die persönlichen Finanzen und für die Umwelt. Denn durch die Förderung der nachhaltigen Projekte wir dem weltweiten Wassermangel entgegengewirkt und positive Technologien effektiv unterstützt.

 

Mit nachhaltigen Wasserinvestments kannst Du Dir sicher sein, dass Dein Geld in den richtigen Kanälen landet: Bei Unternehmen, die ökologische und ethische Standards zuverlässig einhalten.