Wald schützen für ein gutes Klima

Zusammenfassung: Wer an den Wald denkt, hat eine romantische Landschaft und schöne Wanderungen vor Augen. Aber Gefahr droht: Weltweit nehmen die Waldflächen ab. Aufforstungsprogramme sollen gegensteuern, denn Holz ist und bleibt ein wichtiger Rohstoff und CO2-Speicher. Gefragt ist jetzt eine nachhaltige Forstwirtschaft. Mit Investitionen in Holzprojekte lassen sich gute Rendite erzielen und aktiver Klimaschutz betreiben

 

 

Wald - Positiv fürs Gemüt und fürs Klima.

Wald – Positiv fürs Gemüt und fürs Klima.

Wann warst Du zuletzt im Wald, bist auf Bäume geklettert oder hast gar ein Herz in die Rinde geritzt? Kaum eine Landschaft berührt uns so sehr wie der Wald. Schauplatz der Märchen unserer Kindheit, Ort der abenteuerlichen Wanderungen und Sehnsuchtsort, um einmal so richtig die Seele baumeln zu lassen. Wenn die Band „Revolverheld“ davon singt, dass sie weg von hier will und vom „Sommer in Schweden“ träumt, fliegt die Phantasie unweigerlich in das waldreiche Skandinavien – dichter Baumbestand – glasklare Seen – vollkommenes Glück.

 

 

Vom Waldsterben zum Verschwinden der Wälder

Die harte Realität sieht aber anders aus, denn der Wald ist bedroht. In der Generation Deiner Eltern hieß die Bedrohung „Waldsterben“ – ein Wort, dass in seiner Besonderheit sogar als Germanismus in die streng gehütete französische Sprache Einlass fand. Waldsterben war in den achtziger Jahren das am intensivsten debattierte Umweltthema. Der Wald hat sich seit dem in Deutschland etwas erholt, wobei der Waldzustandsbericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft noch immer rund einem Viertel der heimischen Bäume einen schweren Schaden bescheinigt. Doch der Blick hat sich auch erweitert: Denn die weltweiten Waldflächen nehmen weiter ab. Ein großer Teil wird dabei für landwirtschaftliche Nutzflächen gerodet, vielfach für die Viehzucht.

 

 

Mehr als erwartet – weniger als benötigt

Auf der gesamten Erde stehen derzeit etwas mehr als drei Billionen Bäume. Zu diesem Ergebnis kam der US-Wissenschaftler Thomas Crowther von der forstwirtschaftlichen Fakultät der Yale University (Forestry & Environmental Studies). Die Studie liefert erstmalig wissenschaftlich belegte Daten über die Anzahl der Bäume weltweit. Bisherige Schätzungen gingen nur von 400 Milliarden Bäumen aus. Jedoch hat sich der weltweite Baumbestand seit Beginn der menschlichen Zivilisation nahezu halbiert. Hinzu kommt, dass pro Jahr 9,5 Milliarden Bäume abgeholzt werden.

 

Ermittelt hat Crowther den weltweiten Baumbestand in erster Linie durch die computergestützte Auswertung von Satellitenbildern. Hinzu kamen die Daten, die an verschiedenen Orten erhoben wurden und Modellrechnungen. Die Summe von rund drei Billionen Bäumen entspricht durchschnittlich etwas mehr als 400 Bäumen pro Mensch, in Deutschland sind es rund 100 Bäume pro Einwohner.

 

Motiviert ist die Studie durch die Anerkennung der enormen Bedeutung von Bäumen, respektive Wäldern, für das globale Klima. Die Forschungsergebnisse werden in zukünftige Prognosen zum Klimawandel einfließen.

 

 

Aufforsten gegen die Erderwärmung

Ohne die noch vorhandenen Waldflächen gäbe es kein lebensfreundliches Klima auf unserem Planeten. Denn jeder einzelne Baum ist in der Lage, jährlich zehn Kilogramm CO2 zu binden. Darüber hinaus regulieren Bäume die Qualität von Wasser und Luft.

 

Aufforstung ist eine der preiswertesten und leicht umzusetzenden Methoden, den Klimawandel aufzuhalten. Einen einfachen Aufforstungsplan verfolgt die weltweite Kinder- und Jugendorganisation Plant-for-the-Planet seit ihrer Gründung 2007. Sie geht davon aus, dass eine weitere Billion (1.000 Milliarden) Bäume rund ein Viertel der jährlich von Menschen produzierten CO2-Mengen kompensieren kann.

 

Der Baumbestand nimmt aktuell ab.

Der Baumbestand nimmt aktuell ab.

Entsprechend soll jeder Mensch auf der Welt 150 Bäume pflanzen. Gleichzeitig müssen bestehende Wälder geschützt werden. Platz genug gibt es: Experten gehen davon aus, dass weltweit etwa eine Milliarde Hektar zur Verfügung steht, die bewaldet werden kann. Mit bislang 14 Milliarden neu gepflanzter Bäume weltweit, mitunter auf eigens gekauften Aufforstungsflächen in Cancun/Mexiko, ist Plant-for-the-Planet auf einem erfolgreichen Weg. Unter dem Motto „Stop talking, start planting“ begeistert die Organisation viele Kinder und Jugendliche dafür, sich mit Klimaschutz aktiv auseinanderzusetzen.

 

Dass die Anliegen von Plant-for-the-Planet ernst genommen werden, zeigt die UNEP (United Nations Environment Program), die 2011 offiziell den weltweiten Baumzähler in die Verantwortung der Organisation gab. Hier werden die neugepflanzten Bäume registriert. Auch verfügt Plant-for-the-Planet neben zahlreichen prominenten Unterstützern über einen wissenschaftlichen Beirat, der die neuesten Entwicklungen im Bereich des Klimaschutzes verfolgt und aktiv vorantreibt. Vorsitzender ist derzeit Baumzähler Thomas Crowther.

 

 

Nachhaltige Forstwirtschaft ist aktiver Klimaschutz

Holz ist seit Jahrtausenden ein lebensnotwendiger Rohstoff. In den Anfängen wichtig zum Hausbau, zur Befeuerung des Ofens, zum Heizen und Kochen. Später kommen Schiffs- und Bergbau dazu. Heute gilt Holz gemeinhin als angenehmer und haltbarer Werkstoff für viele Dinge des Lebens. Moderne Holzhäuser sind im Trend und ökologisch sinnvoll.

 

Angesichts des Klimawandels ist es daher besonders wichtig, den Wald als unverzichtbare Lebensgrundlage zu verstehen und nicht als Rohstofflager, das sich durch schnellwachsende Nadelbäume rasch wieder auffüllen lässt. Das fordert auch Ex-Förster Peter Wohlleben in seinem Buch über „Das geheime Leben der Bäume“, in dem er die industrielle Forstwirtschaft anprangert, die den Wald in erster Linie nur noch als Massenproduzenten von Holz sieht. Wohlleben tritt für einen langfristigen und nachhaltigen Umgang mit dem Wald ein. Bereits seit mehren Monaten führt er damit die Bestsellerlisten an. Das Thema „Zukunft des Waldes“ trifft also den Nerv der Zeit.

 

 

Holz bindet langfristig CO2.

Holz bindet langfristig CO2.

Baum ist nicht gleich Baum. Bei der Waldpflege spielen die vielfältigen landschaftlichen Gegebenheiten eine tragende Rolle. Mischwälder mit heimischen Arten werden als besonders gut für das Klima gesehen. Welche Bäume besonders gut dem Klimawandel gewachsen sind und viel CO2 speichern können, ist Gegenstand aktueller Untersuchungen. Dabei richtet sich das Interesse nicht nur auf Waldgebiete. Im Rahmen des bayerischen Projektes „Stadtgrün 21“ beobachten derzeit viele Kommunen, welche Bäume für ein gutes Klima in den Städten und Gemeinden sorgen können.

 

Aufforsten für die Zukunft

Wenn Du eine nachhaltige Geldanlage suchst und Umwelt und Klima aktiv schützen willst, bist Du mit Holzfonds sicher auf dem richtigen Weg.

 

Deine Bilanz ist ausgewogen. Positiv für Dich: Die zunehmende Weltbevölkerung verbraucht immer mehr Holz. Da die Waldflächen – vielfältiger Anstrengungen zum Trotz – jedoch abnehmen, steigen die Preise für Holz weiter an. Eine gute Voraussetzung für nachhaltige Geldanlagen. Positiv für den Klimaschutz: Holz bindet das gefährliche Treibhausgas CO2. Häuser, Möbel, Schiffe, Musikinstrumente aus Holz, sie alle binden CO2 langfristig und sind so gut für das weltweite Klima.