Zehn erfrischende Tipps zum Wasser sparen

Zusammenfassung: Jeder Mensch weltweit sollte Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Der Erhalt der lebenswichtigen Ressource Wasser bleibt damit eines der vorrangigsten Ziele im Umweltschutz. Dazu kann jeder in seinem Alltag einen Beitrag leisten.

 


Schöne Recyclingidee: Blumen gießen mit Brauch- oder Regenwasser.

Schöne Recyclingidee: Blumen gießen mit Brauch- oder Regenwasser.

Der Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen ist ein anerkanntes Menschenrecht. Dennoch leben aktuell rund 700 Millionen Menschen unter einem Existenzminimum an sauberem Wasser. Nach Berechnungen der Weltgesundheitsbehörde WHO müssen vor allem in vielen Ländern Afrikas und Lateinamerikas Menschen mit weniger als 20 Litern Wasser auskommen und für dieses Wasser lange, gefahrvolle und beschwerliche Wege zurück legen.

 

In unserem Alltag spielt allerdings Wassermangel kaum eine Rolle. Täglich verbraucht jeder einzelne von uns im Haushalt zwischen 120 und 190 Litern. Dabei werden nur rund drei Liter Wasser zum Essen und Trinken genutzt, den größten Teil des Wassers verbrauchen wir in Badezimmer und WC.

 

Mit einfachen Tricks und Tipps lassen sich hier viele Liter einsparen. Sicher ist der industrielle und landwirtschaftliche Wasserverbrauch für die weltweite Wasserbilanz von hoher Bedeutung, aber nicht nur große Schritte bringen uns dem Ziel näher. Viele kleine Schritte können den Lauf der Welt mitverändern.

 

Eine kleine Führung durch Haus und Garten


1. Der Klassiker unter den Wasserspartipps: Duschen statt Baden

Flott geduscht und dabei schon etwas für die Umwelt getan!

Flott geduscht und dabei schon etwas für die Umwelt getan!

Erste Station: Badezimmer und WC: „Hop in, Hop out – quick showers save water“ – Mit diesem Hinweisschild in einer Londoner Jugendherberge ist bereits alles gesagt: Duschen verbraucht weniger Wasser als ein Wannenbad. Allerdings nur dann, wenn die Dusche nicht zu lange läuft. Ein Vollbad schlägt mit 140 Litern zu Buche, der Wasserverbrauch eines Duschbads beläuft sich auf 15 Liter pro Minute. Der kritische Punkt ist also nach rund neun Minuten erreicht. Die durchschnittliche Duschdauer beläuft sich derzeit in Deutschland übrigens auf sechs Minuten.

 

2. Mischdüsen & Co. – optimierter Wasserverbrauch

Beim Duschen lässt sich nicht nur durch die Duschdauer Wasser einsparen, auch wassersparende Duschköpfe, Strahlregler und Mischdüsen helfen, bis zur Hälfte des bisherigen Verbrauchs einzusparen.

 

 

3. Meeresrauschen beim Zähneputzen

Das meiste Wasser wird eingespart, indem der Wasserhahn erst gar nicht aufgedreht wird. Zähne putzen, rasieren, frisieren – das funktioniert alles hervorragend ohne laufenden Wasserhahn. Wer sich über Jahre an das friedliche Rauschen gewöhnt hat, wechselt am Besten zu einer CD mit Naturgeräuschen und Meeresrauschen.

 

 

4. Toilettenspülung

Stolze zehn Liter Wasser werden pro Toilettenspülung verbraucht. Damit die das stille Örtchen der Wasserfresser Nummer eins im Haushalt. Wer noch keinen hat, sollte sich einen Wasserstopp einbauen lassen, mit dem sich bis zur Hälfte des Wassers einsparen lässt. In alten Spülkästen funktioniert es auch gut, einen Backstein einzulegen, der den Wasserbrauch durch einfache Verdrängung reduziert. Kniffeliger im Einbau, aber ökologisch sinnvoll: Toilettenspülungen, die gesammeltes Regenwasser nutzen.

 

 

5. Sparsame Geräte

Vom Badezimmer geht es weiter in die Küche, dem zweiten wichtigen Raum mit Wasseranschluss. Der Abwasch per Hand sieht nur auf den ersten Blick umweltfreundlich aus. Eine vollbeladene moderne Spülmaschine verbraucht weniger Wasser als das gründliche Abspülen im Spülbecken.

 

 

6. Spülbecken verliert an Bedeutung

Nachdem schon die Spülmaschine das klassische Spülbecken seiner ursprünglichen Aufgabe entledigt hat, fügt der folgende Tipp der Spüle einen weiteren Schlag zu: Statt unter fließendem Wasser kann Obst und Gemüse gut in einer großen Schüssel gesäubert. Mit dem Wasser können anschließend noch Blumen gegossen werden.

 

 

7. Putzen unter Hochdruck?

Verlassen wir nun die Küche und widmen uns dem übrigen Haus: Hier muss regelmäßig geputzt werden. Die Technisierung im Haushalt hat auch vor Putzeimer und Schrubber nicht Halt gemacht. Vielfach greifen bereits Privathaushalte auf Hochdruckreiniger zurück. Diese verbrauchen allerdings enorme Mengen an Wasser und sind nicht unbedingt gründlicher. Wasserschonend und effektiv ist die herkömmliche Methode mit Putzlappen, Wischmopp & Co.

 

 

8. Mein wunderbarer Waschsalon

Beenden wir den Hausrundgang mit einem Blick auf die Waschmaschine, deren Standort im Keller, in der Küche oder im Bad sein kann. Hier gilt es, auf die Verbrauchswerte des Geräts zu achten. Natürlich sollten auch wassersparende Modelle immer gut gefüllt sein, um ineffiziente Waschgänge zu vermeiden. Ein weiterer wichtiger Wassersparer: Kleidung muss meist nicht nach einmaligem Tragen in die Wäsche.

 

 

9. Weil Samstag ist …

Raus ins Grüne – Wer einen Garten hat, muss nicht zwingend seinen Wasserverbrauch erhöhen.Nur weil es Samstag ist, muss nicht dringend der Rasen gemäht werden. Klingt faul, ist aber ökologisch sinnvoll, denn ein kurzgeschorener Rasen trocknet schneller aus und muss entsprechend gewässert werden.

 

 

10. Gartenbewässerung – Tröpfchen für Tröpfchen

Da wir gerade von Bewässerung sprechen: Tropfschläuche bewässern langsam, vermeiden schnelles Verdampfen und sind somit dem klassischen Rasensprenger überlegen. Ansonsten ist eine Regentonne im Garten für die Bewässerung der Pflanzen ideal.

 

 

Extra-Tipp: Den virtuellen Wasserverbrauch nicht vergessen

Gute Nachricht: Der direkte Wasserverbrauch ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Sowohl in den privaten Haushalten, als auch in der Wirtschaft. Schlechte Nachricht: Gleichzeitig ist der virtuelle Wasserverbrauch angestiegen!

 

Der virtuelle Wasserverbrauch, auch „Wasser-Fußabdruck“ genannt, bezeichnet die Wassermenge, die bei der Herstellung von Dingen, aber auch von Dienstleistungen, verbraucht wird. So kommen beispielsweise bei einer Tasse Kaffee zu den 200 Millilitern für das Getränk noch 14o Liter virtuelles Wasser für den Anbau auf der Kaffeeplantage, den Transport und die Weiterverarbeitung hinzu. Kein Wunder also, dass zu unserem eingangs erwähnten Wasserverbrauch noch leicht rund 4.000 Liter pro Kopf und Tag dazugezählt werden müssen.

 

Daher ist es zwar sinnvoll, den direkten Wasserverbrauch zu reduzieren, jedoch sollte der virtuelle Wasserverbrauch nicht vernachlässigt werden, der oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist. Hier lässt sich Wasser durch bewussten Konsum einsparen. Als kleine Anregung die „Wasserwerte“ von drei Produkten: Ein Kilogramm Steakfleisch entsprechen einem virtuellen Wasserverbrauch von 14.000 Litern, eine Jeans entspricht einem Aufwand von 8.000 Litern, für ein Baumwoll-T-Shirt wurden 2.000 Liter verbraucht.

 

 

Wasser – eine glasklare Investition

Wasser sparen schont nicht nur die Umwelt sondern auch den eigenen Geldbeutel. Zwar belaufen sich die durchschnittlichen Wasserkosten für einen Single-Haushalt auf lediglich 150 Euro im Jahr, wer jedoch bewusst Wasser einspart, verbraucht sicher auch weniger warmes Wasser und spart dabei auch einiges an zusätzlichen Energiekosten. Wer darüber hinaus auch seinen virtuellen Wasserverbrauch reflektiert, wird sicher auch auf einige überflüssige Dinge gerne verzichten. Das eingesparte Geld lässt sich hervorragend in Projekte investieren, die sich für den Erhalt unseres Wassers einsetzen. Nachhaltige Wasserfonds konnten dabei in den letzten Jahren nicht nur inhaltlich sondern auch mit einer sehr guten Rendite überzeugen. Nähere Informationen und Beratung dazu gibt es hier.